Inkontinenzformen


Inkontinenz Hilfe: Alles über die verschiedene Inkontinenzformenerfahren:

  1. Stress-, Belastungs-, Tröpfcheninkontinenz
  2. Dranginkontinenz
  3. Überlaufinkontinenz
  4. Reflexinkontinenz
  5. Stuhlinkontinenz

Mehr über Inkontinenz-Behandlungsmethoden erfahren

Differenzierung der Inkontinenzformen

Diese Formen der Inkontinenz lassen sich wie folgt unterteilen. Diese Inkontinenzformen unterscheiden sich beispielsweise durch die Stärke der Ausprägung der Symptome. In manchen Fällen ist eine genaue Klassifizierung nicht leicht, daher bietet Inkontinenz-Hilfe eine genau Erklärung zu jeder der bekannten Inkontinenzformen.

Belastungsinkontinenz

Circa 80% der Betroffenen leiden unter dieser bei Frauen am häufigsten auftretenden Inkontinenzform. Die Belastungsinkontinenz wird auch Stressinkontinenz genannt. Oft tritt der Harnverlust bei leichter körperlicher Beanspruchung auf, zB. beim Lachen, Husten, Niesen oder schwerem Heben. Der Druck im Bauch und somit auf die Blase steigt an, der Schließmuskel kann nicht mehr dicht schließen und ungewollt tritt Harn aus. Es gibt verschiedene Gründe für diese Inkontinenzform. Schwangerschaften, Geburten, Übergewicht oder hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren können diese Muskelschwäche verursachen. Das durchschnittliche Alter der an dieser Inkontinenzform betroffenen Frauen liegt bei 47,3 Jahren. Ein weiterer Grund ist ein Absacken der weiblichen Organe im Becken. Im gesunden Zustand halten Muskeln und Bänder die Blase, Gebärmutter und Vagina an ihrer richtigen Position. Im Falle der Belastungsinkontinenz sind diese Muskeln nicht mehr stark genug und die Organe rutschen tiefer, was die Schließfunktion erschwert.
Je nach Schwere unterscheidet man 3 verschiedene Grade der Belastungsinkontinenz:

    • Grad I: Harnabgang bei starker Drucksteigerung im Bauch, zB. Husten, Lachen, Niesen, körperlicher Belastung
    • Grad II: Harnabgang bei mäßiger Drucksteigerung im Bauch, zB. Aufstehen, Hinsetzen, Laufen, Treppensteigen
    • Grad III: Harnabgang bei leichter Drucksteigerung im Bauch bei Sitzen, Stehen und im Liegen
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Dranginkontinenz

Eine andere Bezeichnung dieser Inkontinenzform ist auch Reizblase. Durch Kälte wird diese Form intensiver. Diese Inkontinenzform kommt viel seltener bei Frauen vor, bei etwa 20% der an Inkontinenz leidenden Frauen. Das Symptom ist ein häufiger, starker Harndrang. Der plötzliche ungewollte Harnabgang kann aus zwei Gründen ausgelöst werden:
Muskuläre Dranginkontinenz: Hierbei handelt es sich um eine Überaktivität der Muskeln, die den Harn austreiben. Das zentrale Nervensystem stoppt diese und aktiviert sie erst bei gefüllter Blase. Im kranken Zustand, z.B. bei Gehirnerkrankungen, Entzündungen oder Schlaganfällen sind diese Funktionen ausgesetzt. Die Muskeln, die den Harn austreiben arbeiten gegen die, die ihn einhalten. Sensorische Dranginkontinenz: Bei dieser Form führt eine fälschliche Wahrnehmung einer vollen Blase zu einem unwillkürlichen Harnabgang. Diese Fehlempfindung entsteht durch Veränderungsprozesse der Blase, genauer der Blasenschleimhaut durch Östrogenmangel in den Wechseljahren, oder auch oft auftretenden Blasenentzündungen.

Überlaufinkontinenz

Eigenständig entleert sich bei dieser Inkontinenzform die volle Blase. Mögliche Gründe sind zu schwache harnaustreibende Muskeln oder zu heftiger Widerstand im unteren Beckenbereich. Viele Faktoren können Auslöser sein: Schädigungen der Nerven durch operative Entfernungen von Tumoren der Eierstöcke oder der Gebärmutter, sodass die Muskelreize fehlen oder Nervenerkrankungen bei Diabetikern beeinträchtigen das richtige Arbeiten der harnaustreibenden Muskeln.

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Reflexinkontinenz

InkontinenzformenDie Reflexinkontinenz ist auf eine fehlerhafte Übertragung der Nervenimpulse aus Gehirn oder Rückenmark zurückzuführen, die die Blasenentleerung steuern. Die fehlerhaften Nervenimpulse verhindert das Zusammenziehen der Blasenmuskulatur und die Erschlaffung des Harnröhrenverschlusses. Man unterscheidet deshalb die Reflexinkontinenz in zwei weitere Formen: Die spinale Reflexinkontinenz entsteht bei einer Erkrankung oder Verletzung des Rückenmarks. Nervenverbindung zwischen Gehirn und Rückenmark sind bei dieser Inkontinenzform unterbrochen, das bedeutet Betroffene haben nur sehr wenig Kontrolle über den Blasenmuskel und somit auch über den Harnabgang, was wiederum den unkontrollierten Harnabgang verursacht. Betroffenen fehlt das Harndrang-Gefühl. Die zweite Untergliederung der Reflexinkontinenz ist die supraspinale Reflexinkontinenz, auch bei dieser Inkontinenzform fehlt das Gefühl des Harndrangs. Jedoch geht dies auf eine Erkrankung der Hirnleistungen zurück. Die Folge sind auch in diesem Fall unwillkürlicher Harnabgang.

Stuhlinkontinenz

Es geht auf dieser Seite ausschliesslich im Symptom der Harninkontinenz. Daher gehen wir zu diesem Zeitpunkt nicht näher auf diese Form der Inkontinenz ein. Führen sie aber der Vollständigkeit halber auf.

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5 thoughts on “Inkontinenzformen”

  1. Jens says:

    Bin 42.jahre und trage auch nachts Windelslips gratis probe aus der Apothke die sehen aus wie nochmal unterwesche aus und fühlen sich auch so an Mann sieht kaum Unterschied vom windelslips und richtige Unterhosen Slips
    MfG Jens

  2. Maria says:

    Hi, hab eine frage mein Freund hat seit 3 Monate Inkontinen erst war es tröpfchenweise nachts und jetzt wird es schlimmer und ist sogar schon tagsüber.
    Er war beim Urologe und der sagt einen schließmuskelriss. Gibt es das bei Männer??
    LG Maria

  3. Wiesmann says:

    Guten Tag,

    ich hatte einen Schlaganfall und habe seither folgende Schwierigkeit:

    Es bleibt mir nur kurze Zeit bei Harndrang die Toilette aufzusuchen.
    Gibt es Hilfe für ein solches Problem oder ist ein Training evtl. ratsam?

    MfG

    Wiesmann

    1. Frau S. says:

      Hallo Herr Wiesmann.

      Ich studiere Physiotherapie und habe gerade eben die praktische Studienphase im Detuschen Beckenbodenzentrum absoviert. Dort werden genau solche Probleme, wie sie es beschreiben (Dranginkontinenz) behandelt. Es ist also möglich auf diesem Wege eine Besserung herbeizuführen. Zudem wird dort auch viel mit Elektrostimulationsgeräten gearbeitet, die den Beckenboden zusätzlich trainieren. Bei Ihnen könnte sich die Sache natürlich noch etwas anders verhalten, da das Problem erst seit dem Schlaganfall besteht. Lassen sie sich doch einfach von einer/m erfahrenen/m Urologin/en beraten. Fragen sie auch konkret nach einer Überweisung zu spezialisierten Physiotherapie-Praxen (z. B. die Praxis Nordwald & Grohn oder das Deutsche Beckenbodenzentrum).

      Und nicht verzagen – eine wirkliche Besserung stellt sich meist erst nach intensivem dreimonatigen Üben ein (Der Beckenboden muss permant im Alltag präsentent sein.)

      Viel Erfolg und gute Besserung!

    2. Crosberger says:

      Ich habe das gleiche Problem seit meinem Schlaganfall, allerdings nicht direkt danach. Die Problematik der Belastungsinkontinenz trat erst einige Jahre später auf. Jedoch in letzter Zeit sehr progressiv. Werde nun endlich einen urologen aufsuchen

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